Die Gründung von Baum&Erde

Baum&Erde – Wie alles begann

Einen Blog zu schreiben klingt erstmal ganz einfach, schließlich machen das heute enorm viele Unternehmer, Begeisterte, Querdenker und so viele mehr. Doch wenn man dann vor dem Laptop sitzt und beginnen möchte, kommen doch allerhand Fragen auf. Worüber soll ich eigentlich genau schreiben? Was könnte meine Leser interessieren? Wer sind meine Leser überhaupt? Und die wichtigste – wie um alles in der Welt soll ich anfangen?! 
Wie ihr seht, habe ich es nach langer Grüblerei doch irgendwie geschafft mir zumindest einen Großteil dieser Fragen zu beantworten – denn dies ist tatsächlich mein erster Blogeintrag.
Der Baum&Erde – Blog ist geboren und soll von nun an nicht nur interessierte Menschen am Alltag eines passionierten Baumkletterers teilhaben lassen, sondern sich auch mit allerhand spannenden Themen aus der Welt der Baumpflege und Forstwirtschaft beschäftigen.
Die Frage nach dem Anfang war dann aber doch die schwerste aller Fragen. Und daher habe ich mich nach langem Überlegen auch dazu entschieden euch einfach zu erzählen, wie alles begann …

… In der Natur habe ich mich schon immer wohl gefühlt. Sie strahlt Ruhe aus und gibt mir die Kraft meinem enormen Leistungsdrang auch langfristig selbst gerecht zu werden. Noch viel essenzieller ist für mich aber etwas zu (er-)schaffen und am Ende des Tages das Ergebnis sehen zu können, welches ich mit meiner Kreativität und meinem handwerklichen Geschick erschaffen konnte. Mit diesem Wissen ist es für den ein oder anderen jetzt sicher schon nicht mehr verwunderlich, dass ich einen Beruf mit Verbindung zur Natur und vor allem mit körperlicher und handwerklicher Betätigung ergriffen habe. Doch trotzdem bleibt hier noch die Frage – wie bin ich zum Baumklettern gekommen?
Während der Schulzeit machte ich mich, wie die meisten anderen auch, auf meine persönliche Suche nach meiner Zukunft. Ich ließ nichts unversucht und absolvierte Praktika in verschiedenen handwerklichen Berufen wie beispielsweise im Heizungsbau, Metallbau oder bei einer Schreinerei. Eins hatten diese Praktika alle gemeinsam – sie waren schön, gewissermaßen auch lehrreich, doch ich konnte nichts lernen oder erleben, was ich in der heimischen Werkstatt früher oder später nicht ebenso durchführen hätte können oder gar schon längst erprobt hatte. Daher wollte ich etwas neues Lernen, mich ausprobieren, Perspektiven erkunden, neue Fähigkeiten entdecken und vor allem neue Fertigkeiten erwerben. Zusammen mit meinem Interesse für Technik und dem Wunsch einer gewissen Freiheit entdeckte ich die Forstwirtschaft für mich. Als ich schließlich, um einen Teil der Branche besser kennenzulernen, beim ansässigen Revierleiter ein Praktikum absolvieren wollte, ergab sich durch Zufall jedoch die Möglichkeit für mich dieses bei einem Forstdienstleister zu absolvieren. Durch diese Chance konnte ich erleben, dass diese Branche, mit der Möglichkeit etwas zu schaffe, mit der körperlichen Arbeit, ihren abwechslungsreichen Aufgaben, der großen Verantwortung und all den Vor- und Nachteilen, die ein Beruf draußen mit sich bringt, genau das richtige für mich war. So wurde aus einem gewöhnlichen Praktikum eine Art „Langzeitpraktikum“ in diesem Betrieb, gefolgt von Ferienjobs und schließlich, nachdem ich nach und nach immer mehr Verantwortung zugeschrieben bekommen hatte, mit 18 Jahren eine Festanstellung. Ich bekam die Möglichkeit mich mehr einzubringen und konnte durch das Absolvieren eines Seilklettertechnik-Kurses ein Problem im Betrieb lösen. Doch das Bestehen dieses Kurses sollte für mich mehr sein, als nur die notwendige Erlaubnis, um beruflich Bäume zu erklimmen. Denn bei diesem Kurs lernte ich das erste Mal moderne Baumpflege kennen.
Nach diesem Kurs entwickelte sich mein Interesse und mein Schwerpunkt Schritt für Schritt immer mehr in Richtung Baumpflege. Schon bald war für mich klar: Das ist, was mir Spaß macht und mich erfüllt, weshalb ich nach meiner Schullaufbahn 2015 auch direkt ein Studium des Forstingenieurwesens aufnahm. Dieses erweiterte ich um den Bereich Einzelbäume, beziehungsweise auch deren spezielle Probleme, die sie in Gärten, aber auch in Parks und weiteren Grünanlagen haben.
Während meines Studiums arbeitete ich weiterhin im selben Unternehmen, in dem ich schon zu Beginn das Praktikum absolviert hatte, und konnte allerhand Fortbildungen absolvieren. Ich spezialisierte mich immer weiter, sammelte immer mehr Erfahrungen, gewann zunehmend an Wissen und Fähigkeiten und gelang an einen Punkt, an dem mir die Festanstellung allein nicht mehr ausreichte. Ich wollte kreativer sein, freier entscheiden können, meinem Leistungsanspruch gerecht werden und vor allen Dingen meinen Schwerpunkt – die Baumpflege – besser ausleben können.
Daher entschloss ich mich 2017 mein eigenes Unternehmen zu gründen – ich wagte mit Baum&Erde den Sprung in die Selbstständigkeit. 
Bald verlagerte ich meinen Fokus mehr und mehr auf die selbstständige Tätigkeit und 2018 schließlich vollständig auf die Baumpflege.

Doch wie kam es eigentlich zu diesem Namen? Nun ja, von Anfang an stand für mich fest – es muss ein für Jeden verständlicher, prägnanter und einprägsamer Name sein. Er sollte zudem gut von Kunde zu Kunde weitergegeben werden können und der Bezug zu den Bäumen kann ohne Zweifel nicht geleugnet werden. Was war daher naheliegender als diese irgendwie mit in den Namen zu bringen?
Und weil ich klare Dinge liebe und bodenständig bin, lag mir nichts ferner, als ein künstlerisch verstellter, gar englischer Name. So sollte völlig banal „Baum“ zweifellos wichtigster Bestandteil werden. Um nun noch die Verbindung zwischen Bäumen und der Umwelt und meinen restlichen Tätigkeitsfeldern herzustellen, fügte ich „Erde“ hinzu. Erde dient Bäumen nicht nur als fruchtbarer Boden für ihr Wachstum, sie sind auch in ihr verwurzelt, so wie meine Leistungen in meinem Wissen und meiner Erfahrung. 

Heute blicke ich nun zurück auf lehrreiche, interessante, spannende, aufregende und erfolgreiche erste Jahre als selbstständiger Baumkletterer mit einem viel größeren Angebot als nur der Baumpflege und blicke vielen weiteren Jahren mit interessanten Entwicklungen in der Zukunft entgegen.
Genauso gespannt wie auf das, was mich mit meinem Unternehmen noch erwarten wird, bin ich auch auf die weitere Entwicklung dieses Blogs. Und weil ich besonders viel Wert auf das gute Verhältnis zu meinen Kunden lege, setze ich auch hierbei auf die Nähe zu meinen Kunden und möchte mich daher thematisch auch an Leserwünschen orientieren. 
Also lasst Kommentare da oder schreibt mir eine Mail, wenn euch irgendetwas interessiert, egal wie speziell, breit gefasst oder polarisierend es auch sein mag – ich bin gespannt auf eure Wünsche!

Simon Redel


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